DHB SALUTO PRÄVENTIONSKONZEPT


Nils Dresrüsse – DHB-Junioren-Nationalspieler und Europameister 2008

berichtete voller Stolz, dass er einer der ersten DHB-Nachwuchstalente gewesen ist, die im Präventionskonzept von SALUTO und dem Deutschen Handball Bund untersucht worden seien. Er habe in den vergangenen Jahren die Empfehlungen aus den Untersuchungsergebnissen gut umsetzen können und war - bis auf eine Verletzung die durch einen Gegenspieler passierte - komplett verletzungsfrei.

Klaus-Dieter Petersen (DHB-Rekordnationalspieler) – ehemaliger DHBJugendkoordinator

seinerzeit verantwortlich für den Start des Europaweit einmaligen Präventionskonzeptes mit der Jugend-Nationalmannschaft des DHB. "SALUTO hat mit dem ganzheitlichen Ansatz ein nachhaltiges Konzept auf den Weg gebracht. Ein sogenannter Meilenstein für die Entwicklung unserer Spitzentalente. Leistungsdiagnostik kann man in jedem Olympiastützpunkt machen, aber nicht den ganzheitlichen Ansatz wie er hier verfolgt wird". Gerade die neuen speziellen Messungen des funktionellen Energiesystems und die hieraus resultierenden individuellen praktischen Empfehlungen tragen zur optimalen Leistungsentwicklung bei."
 

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DHB-Junioren-Weltmeister mit SALUTO
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Bilanz des europaweitneinmaligen Präventionskonzeptes – DHB-Jugend-Europameister 2008 / DHB-Junioren-Weltmeister 2009


Auf Initiative von SALUTO hat der Deutsche Handballbund mit dem Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen und der Unterstützung von wirtschaftlichen Partnern als erster Verband vor drei Jahren ein in Europa einmaliges Präventionskonzept für die Talentförderung im Deutschen Handballbund gestartet. In einer Pressekonferenzmit Bundestrainer Heiner Brand und DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier wurden erste Ergebnisse vorgestellt und eine durchweg positive Bilanz gezogen. SALUTO hat in den ersten drei Jahren eine Auswahl der Jugend- und Junioren- Nationalspieler der Jahrgänge 1988/89 und 1990/91 in regelmäßigen Abständen mit neu entwickelten Testsystemen umfassend von Kopf bis Fuß untersucht.

Zunächst wurde die Leistungsfähigkeit der Spieler in allen physischen Bereichen erfasst (z. B. Sprint-, Konzentrations- und Koordinationstests, Flexibilitäts- und Sprungkrafttests, Ermittlung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Krafttests durch die biomechanische Funktionsanalyse aller Muskelgruppen) und daraus individuelle Trainingspläne für jeden einzelnen Spieler entwickelt. Mit speziellen Blutuntersuchungen wurden das Immunsystem, Schilddrüsenfunktion und mögliche Defizite von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen untersucht. Ein sehr wichtiges Augenmerk liegt in der kardiologisch/ internistischen Untersuchung durch die Ärzte um PD Dr. med. Heinrich Körtke vom Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen. Ein ebenfallswichtiger Aspekt ist die zahnmedizinische Untersuchung inklusive der Bestimmung krankhafter Mundkeime mit einer mikrobiologischen Diagnostik durch Dr.Olaf Oberhofer. Zum guten Schluss wird auch der schuhorthopädische Aspekt begutachtet. Langfristige Ziele dieses Präventionskonzeptes sind für den Initiator und Leiter des Projektes Prof. Dr. Elmar Wienecke "vor allem die Erhaltung der Gesundheit der Spieler, die Verletzungsprophylaxe – gerade im Alter von 17 bis 20 Jahren ergibt sich beispielsweise eine hohe Verletzungsanfälligkeit von über 70% der Muskel- und Knieverletzungen ohne Gegnereinwirkung! – und die Ausschöpfung vorhandener Leistungspotentiale jedes einzelnen Spielers von bis zu 30%!"

Für den DHB-Juniorentrainer Martin Heuberger können mit diesem sehr breit angelegten Analysesystem nicht nur die Spieler individuell sehr gut an die Belastungen der A-Nationalmannschaft bzw. in der Bundesliga herangeführt werden. "Wir können Trainingseinheiten effektiver steuern und mit den betroffenen Vereinen besser zusammenarbeiten. Ein Ergebnis des Projektes ist auch, dass die Spieler eine klare Eigenverantwortung für ihr persönliches Leistungsprofil entwickelt haben und letztlich auch den individuellen Trainingsaufwand anhand von z. B. Heimtrainingsprogrammen deutlich erhöht haben."

Fazit: Die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse sind in die DHB-Rahmentrainingskonzeption für die Ausbildung und Förderung von Nachwuchsspielern als Maßstab für die Eliteförderung aufgenommen worden. In einem nächsten Schritt werden Hausaufgabenprogramme zur Kraftentwicklung mit Hilfe einer DVD erarbeitet, die das verantwortliche Eigentraining der Nachwuchstalente weiter unterstützen soll. "Wir haben uns deshalb ganz bewusst dafür entschieden, dieses in Europa wohl einmalige Projekt mit SALUTO und den Partnern aus der Wirtschaft auch in den nächsten Jahren erfolgreich fortzuführen. Hier können wir noch viel verändern, was langfristig den Vereinen, den DHB-Auswahlmannschaften und natürlich jedem einzelnen Spieler zugute kommt. Die Gesundheit der Spieler ist schließlich ihr Kapital", so Vize-Präsident des DHB Horst Bredemeier.
 

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