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SALUTO setzte bei den Sprint- und Ausdauertests eine ganz neue Messtechnik ein. Mit einem der neuesten Technik entsprechenden Herzfrequenzmesssystem werden während der Tests alle Herzfrequenzen der Spieler auf dem PC angezeigt und überprüft. Klaus-Dieter Petersen und sein Team waren mit der Professionalität und dem perfekt organisierten 10-stündigen Untersuchungsablauf von Dr. Elmar Wienecke und seinem Team sehr zufrieden. Diese optimalen Voraussetzungen von Sportmedizin, Hotel und Trainingshalle findet man sonst nirgends.
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| DHB-Jugend-Nationalmannschaft zum Check-Up bei SALUTO: hintere Reihe v.l. Trainer Klaus-Dieter Petersen, Alexander Auerbach, Steffen Coßbau, Fabian Böhm, Matthias Gerlich, Dr. Elmar Wienecke und Daniel Wessig; vordere Reihe v.l. Colja Löffler, Milan Weißbach, Patrick Schulz, Dario Quenstedt und Gabor Langhans | Nina Hennig und Mathias Gerlich | Klaus Dieter Petersen und Prof. Dr. Elmar Wienecke |
Der ehemalige Fußball-Bundesligatrainer Dr. Elmar Wienecke ist davon überzeugt, dass sich durch einen analytischen, individuell zugeschnittenen Trainingsaufbau die Verletzungsanfälligkeit von Sportlern effektiv reduzieren lässt und nennt dafür Gründe: "Etwa 75 Prozent der Muskel-, Sprunggelenks- und Knieverletzungen erfolgen ohne Gegenspieler", so der renommierte Sportwissenschaftler und ergänzt: "Eine Leistungsexplosion ist möglich. Durch eine entsprechende individuelle, konzeptionelle Trainingsgestaltung lassen sich Leistungspotentiale bis zu 30 Prozent ausschöpfen." Seine Erkenntnisse stützen sich auf eine unter seiner Leitung durchgeführte Analyse, bei dem 1.150 Profisportler untersucht wurden. Um entsprechende Erkenntnisse über die speziellen Anforderungen im Handball zu erlangen, recherchieren Dr. Wienecke und sein Team bereits seit 2001 bei 15 europäischen Topclubs des Handballsports.
Der DHB blickt mit großem Optimismus auf das anstehende Projekt, dass so schnell wie möglich mit den Junioren-Nationalteams U 18/ U 20 sowie der Damen-Nationalmannschaft gestartet werden soll. Die Nationalmannschaft der Herren wird erst nach Beendigung der Handballweltmeisterschaft 2007 damit beginnen. "Ich stehe hundertprozentig dahinter und denke, dass wir Großes bewegen können", sagte DHB-Handballtrainer Heiner Brand. Er zeigte sich erschrocken über die vielen Verletzungen seiner Auswahlspieler in den letzten Jahren und sieht gerade im physischen Bereich gegenüber anderen Nationen noch Nachholbedarf. Die eingegangene Symbiose von Sportwissenschaft und Medizin zur Entwicklung eines konzeptionellen Trainingsaufbaus begrüßte auch der behandelnde Mannschaftsarzt des Nationalteams, Dr. Klaus-Peter Mellwig. "Der Leistungssport erfordert eine enorme Betreuung. Ein Spitzenspieler wie Florian Kehrmann hat im Jahr vielleicht drei Wochen Urlaub. Das Projekt mit seinen vielen neuen Facetten ist neu und absolut sinnvoll. Es hilft nicht nur unnötige Verletzungen bei den Erwachsenen zu verhindern, sondern beugt auch Fehlentwicklungen im Jugendbereich vor", so Dr. Mellwig.
Gleichzeitig hofft der DHB darauf, auch Grundsätzliches ableiten zu können, was er wiederum in seinen Trainer-Lehrgängen weitergeben kann. "Wir müssen es schaffen, die Erkenntnisse des Projekts an die Vereine weiterzugeben. Wir liefern somit einen Baustein, um auch an der Basis professioneller agieren zu können", beschrieb DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier die Ziele seines Verbandes. Nach Dr. Elmar Wienecke wird es konkret darum gehen, kontinuierlich anhand der gewonnen Daten Verbesserungen der diagnostischen Untersuchungsmodule vorzunehmen. In der Folge geht es darum, praxisbezogene Aspekte in den Trainingsalltag der Sportler zu integrieren und individuelle Trainingspläne zu erstellen. Zur Kontrolle finden zwei- bis dreimal im Jahr Untersuchungen zur Leistungsentwicklung bei den Spielern statt, woraus auch die Vereins- und Nationaltrainer gezielte Informationen für ihre Trainingssteuerung erhalten. Neuromuskuläre Koordinationsfähigkeiten sollen genauso verbessert werden, wie die Mikrovitalstoffzusammensetzung. "Gute Herz-, Kreislaufparameter schützen auch vor Verletzungen", betonte Oberarzt Dr. Heinrich Körtke vom Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen.
Im Endeffekt soll dies einen wesentlichen Fortschritt für die Erhaltung der Gesundheit und Verletzungsprophylaxe der Spieler sowie der Leistungsoptimierung und -konstanz bewirken. Das dieses umfangreiche progressive Projekt möglich wurde, ist der Unterstützung von wirtschaftlichen Partner zu verdanken. Zu diesem Förderpool zählen die Firmen taxofit aus Köln, einem der führenden Unternehmen für Vitamine, Mineralien und Vitalstoffe, Christinen, die Teutoburger Mineralbrunnen GmbH, AIRENERGY, die Experten für Sauerstoff-Inhalationstherapie und Schlaraffia, die durch moderne Matrazentechnologie für regenerativen Schlaf sorgen. Somit passen diese Firmen ideal zu einem sportwissenschaftlichen und medizinischen Projekte wie dem von Dr. Wienecke und Saluto.
Haben ein dreijähriges Präventionskonzept für den deutschen Handballsport auf den Weg gebracht (von links): Dr. Elmar Wienecke (SALUTO), Heiner Brand (Handball-Bundestrainer Herren), Horst Bredemeier (DHB-Vizepräsident), Dr. Klaus-Peter Mellwig (behandelnder DHB-Mannschaftsarzt) und Dr. Heinrich Körtke (Herz- und Diabesteszentrum NRW Bad Oeynhausen). © GERRY WEBER WOLRD (HalleWestfalen)